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fenrithewolf

Tanz der Masken – 5| Dukelheit

Nach wenig Arbeit vergangene Woche an der Geschichte, aufgrund von Urlaub, hier nun der nächste Teil.
Leider diesmal ein etwas kürzerer Teil, jedoch mit vielen Fragen. Viel Spaß!

Mehr oder weniger ziellos stolperten Lilith und Samael durch den Wald. Nach einiger Zeit begann der Weg steiler und steiler zu werden. Sie liefen einen Berg hinauf. Auch Samael spürte das sie hier an einem seltsamen Ort waren. Es fühlte sich ein wenig so an wie in der Dunkelheit, diese seltsame Kälte, als würde ein leichter Wind konstant in sein Gesicht wehen. Obwohl die Sonne noch nicht untergegangen war, schien alles nach und nach dunkler zu werden. Nicht so als würde die Sonne untergehen, viel mehr als würde man das Licht langsam dimmen.
“Wir kommen dem Ort langsam näher”, bemerkte Lilith. “Du hast keine Ahnung nach was wir suchen, oder?”, fragte Samael. “Du müsstest doch wissen wie ein Eingang aussieht, du bist schon hindurch gegangen”, antwortete sie. “Ich bin nicht über diese Welt zu dir gekommen”, entgegnete er, “dort war es eine einfache Tür. Nur nach was wir hier suchen müssen, weiß ich nicht.”
“Eine einfache Tür? Eine schlichte Holztür?”, fragte sie erstaunt. Samael nickte.
Sie kamen dem Ort den sie suchten immer näher, doch so lang sie auch liefen, die unnatürliche Kälte und Dunkelheit schien erst zu zunehmen und dann wieder ab.
Als sie zum fünften Mal über die selbe Stelle gelaufen waren, blieb Lilith plötzlich stehen. “Die Höhlen”, sagte sie mehr zu sich selbst, “der Eingang liegt in den Höhlen unter uns.”
“Schlaues Mädchen”, ertönte eine höhnische Stimme, “nur leider nicht besonders schnell.” Bevor sich einer von beiden bewegen konnte packte eine unsichtbare Hand Lilith und schleuderte sie durch die Luft. Baal hatte sie gefunden. “Ich kann euch nicht sehen, wohl aber spüren wo ihr seid”, rief er wütend. Die Masken wirkten, doch nicht so wie Lilith gedacht hatte. “Auch wenn ihr eure wahre Art versteckt, eure faule, kränkliche Aura finde ich überall, ich sehe euch!”, zielstrebig lief er auf die am Boden liegende Lilith zu.
Mit all seiner Kraft warf Samael sich auf ihn und schleuderte ihn zu Boden. Er begann wie wild auf Baal einzuprügeln. “Du nimmst mir sie nicht wieder weg!”, schrie er ihn an, “sie ist mein und ich bin ihres.”
Baal begann zu lachen. Mit jedem Schlag der ihn traf wurde sein Lachen lauter. Lilith rappelte sich auf und zog Samael von Baal weg. “Lauf, Samael!”, schrie sie, “das bringt nichts.”
Widerwillig lies er sich von Lilith mit schleifen. Baal, der die Spur verloren hatte schrie: “Ich könnt laufen, aber ich finde euch! Ihr könnt mir niemals entkommen, ich schritt schon auf der Erde da wart ihr nur ein bloßer Gedanke, ich könnt mich nicht besiegen!”
So schnell sie konnten liefen sie durch den Wald, auf der Suche nach dem Eingang in das Höhlensystem. “Es funktioniert, allein das wir mit den Masken unser Aussehen vor ihm verbergen, macht es ihm schwerer uns zu finden”, rief Lilith im Laufen mit Begeisterung, “wir müssen uns beeilen Samael!”
Vor ihnen tat sich eine kleine Spalte im Fels auf in die ein schmaler Fußweg führte. Er endete vor einer eisernen, verrosteten Tür. “Hier ist es”, beide spürten deutlich wie die Kälte und die Dunkelheit aus jedem Spalt der Tür drang.
Samael zog mit zittriger Hand an der Tür. Als er sie einen Spalt offen hatte, drang sofort die Dunkelheit hervor. Fast wie Nebel kroch sie über den Boden. Nur war sie komplett leer und tiefschwarz. Sie ließ keine Möglichkeit irgendwie hindurch zu blicken und schien aus ihrer Umgebung selbst das Licht einzusaugen.
Bevor sie in die Höhle hinab stiegen, zeichnete Lilith mit ihrem Blut etwas auf die Tür, was an einem seltsamen Ast mit drei zweigen erinnerte. “Das sollte ihn auf halten”, in ihrer Stimme lag kaum Zuversicht, “zu mindestens fürs Erste.”
Dann traten sie in die bodenlose Finsternis und schloss die Tür hinter sich.

 

Das war’s schon, bis zum nächsten Mal, man liest sich

euer FenriTheWolf

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Tanz der Masken – 4| Blind

mit etwas Verspätung, der nächste Teil 😀

Samael hastete die Straße hinunter ohne sich um zu sehen. Baal würde ihn sicher verfolgen und seine Kräfte waren noch nicht so weit wieder her gestellt das er sich ihm stellen könnte. Der Ausbruch aus Baals Reich hatte ihn beinahe getötet.
Doch wo sollte er nun hin laufen? Er würde ihn finden, überall. Mit einem Mal griff eine Hand nach ihm und bevor er verstand was passiert war, stand er mitten in einem Wald.
Er wirbelte herum und da stand sie. Schön wie am ersten Tag, damals als er sie befreit hatte. “Lilith”, keuchte er überglücklich, “du lebst.”
Anstatt zu antworten schlug sie ihm nur ins Gesicht. “Wegen dir Idiot bin ich auf der Flucht!”, schrie sie, “wir sind beide im Arsch, Samael. Der König der Hölle ist hinter uns her.” “Ich hab dich aus deinem Gefängnis befreit, aus Liebe!”, schrie Samael. Sie schlug ein weiteres Mal zu: “Hat uns ja sehr weit gebracht, deine Liebe!”
Samael packte sie an ihrem blutigen Hemd und schleuderte sie gegen einen Baum. “Meine Liebe?”, schrie er ihr hinterher, “nur weil du einfach aufgibst und in ewiger Dunkelheit herum irrst. Lilith du hast dich schon in mich verliebt, da warst du noch im Nichts gefangen und blind!”
Benommen zog sie sich hoch. “Und jetzt? Bin ich auf der Erde gefangen”, ihre Stimme hatte alle Kraft verloren, “wir können nicht sterben, das heißt nicht das wir nicht leiden können.”
“Wir können gewinnen”, versuchte Samael ihr Mut zu machen, “Baal sieht alles, er kann uns überall finden, aber wir können ihn besiegen, dessen bin ich mir sicher.”
“Und wie?”, fragte Lilith. Äste hatten ihr einen weiteren tiefen Schnitt auf dem Arm verpasst und so leckte sie das frische Blut ab.
“Wir können ihn nicht töten, also ist das keine Option”, überlegte Samael, “aber was wenn er uns nicht mehr finden kann?”
“Willst du dich auf ewig irgendwo verstecken?”, sie schien nicht sonderlich begeistert von der Idee. “Nein, wir müssen nur dafür sorgen das er uns nicht mehr findet”, antwortete Samael, “er darf ich nicht mehr sehen.”
Lilith sprang auf: “Das ist es!”. Verwirrt sah Samael sie an. “Er darf uns nicht mehr sehen, er spürt uns auf da er die ganze Erde sehen kann, doch wenn er blind wäre…”, euphorisch erklärte sie ihren Plan.
“Wie sollen wir einen so alten Dämon, einen der Könige der Hölle, so etwas zu fügen?”, fragte Samael, “kaum eine Macht könnte so etwas tun.”
“Vielleicht keine die wir kennen”, antwortete Lilith, mit einem Anflug von Angst. Samael sah sie fragend an. “Dort im Nichts, in der Dunkelheit, war etwas. Es lauert dort und es ist älter als wir, sogar älter als Baal. Wir wahren vielleicht die ersten menschlichen Wesen der Erde, aber das heißt nicht dass da vorhin nichts war”, erzählte sie mit gesenkter Stimme. “Wenn dort wirklich etwas ist, wie sollten wir es kontaktieren oder finden?”, fragte Samael skeptisch. “Du hast mich damals auch da raus geholt, es gibt Tunnel, Zugänge in der Dunkelheit, durch so einen könnten wir damit in Kontakt treten”, Lilith sah sich hektisch um, “als ich uns in Sicherheit gebracht habe, habe ich bewusst diesen Ort gewählt, weil er ein unnatürlich starkes Kraftfeld hat, um unsere Spuren etwas zu verwischen. “Dann fangen wir doch mal an”, ratlos wonach er suchen sollte sah sich Samael um und stolperte dann in eine Richtung los.
Lilith jedoch hielt ihn auf und gab ihm eine Maske, die seine Augen in die Nase bedeckte, gleich denen die man auf einem venezianischen Maskenball trug. Sie würde seine wahre Art verschleiern und ihn so schützen. Sie selbst trug ebenfalls eine.

wie gefällt es euch bisher? Habt ihr vielleicht eine Idee wie es weiter gehen könnte? Oder würdet ihr etwas ändern? Lasst mir doch ein Kommentar da!

bis zum nächsten Mal, man liest sich

euer FenriTheWolf

Tanz der Masken – 3| der Stadtpark

Und nun, meine sehr geehrten Damen und die die ihnen nach laufen, der dritte Teil.

Samael hastete die Straße hinunter ohne sich um zu sehen. Baal würde ihn sicher verfolgen und seine Kräfte waren noch nicht so weit wieder her gestellt das er sich ihm stellen könnte. Der Ausbruch aus Baals Reich hatte ihn beinahe getötet.
Doch wo sollte er nun hin laufen? Er würde ihn finden, überall. Mit einem Mal griff eine Hand nach ihm und bevor er verstand was passiert war, stand er mitten in einem Wald.
Er wirbelte herum und da stand sie. Schön wie am ersten Tag, damals als er sie befreit hatte. “Lilith”, keuchte er überglücklich, “du lebst.”
Anstatt zu antworten schlug sie ihm nur ins Gesicht. “Wegen dir Idiot bin ich auf der Flucht!”, schrie sie, “wir sind beide im Arsch, Samael. Der König der Hölle ist hinter uns her.” “Ich hab dich aus deinem Gefängnis befreit, aus Liebe!”, schrie Samael. Sie schlug ein weiteres Mal zu: “Hat uns ja sehr weit gebracht, deine Liebe!”
Samael packte sie an ihrem blutigen Hemd und schleuderte sie gegen einen Baum. “Meine Liebe?”, schrie er ihr hinterher, “nur weil du einfach auf gibst und in ewiger Dunkelheit herum irrst. Lilith du hast dich schon in mich verliebt, da warst du noch im Nichts gefangen und blind!”
Benommen zog sie sich hoch. “Und jetzt? Bin ich auf der Erde gefangen”, ihre Stimme hatte alle Kraft verloren, “wir können nicht sterben, das heißt nicht das wir nicht leiden können.”
“Wir können gewinnen”, versuchte Samael ihr Mut zu machen, “Baal sieht alles, er kann uns überall finden, aber wir können ihn besiegen, dessen bin ich mir sicher.”
“Und wie?”, fragte Lilith. Äste hatten ihr einen weiteren tiefen Schnitt auf dem Arm verpasst und so leckte sie das frische Blut ab.
“Wir können ihn nicht töten, also ist das keine Option”, überlegte Samael, “aber was wenn er uns nicht mehr finden kann?”
“Willst du dich auf ewig irgendwo verstecken?”, sie schien nicht sonderlich begeistert von der Idee. “Nein, wir müssen nur dafür sorgen das er uns nicht mehr findet”, antwortete Samael, “er darf ich nicht mehr sehen.”
Lilith sprang auf: “Das ist es!”. Verwirrt sah Samael sie an. “Er darf uns nicht mehr sehen, er spürt uns auf da er die ganze Erde sehen kann, doch wenn er blind wäre…”, euphorisch erklärte sie ihren Plan.
“Wie sollen wir einen so alten Dämon, einen der Könige der Hölle, so etwas zu fügen?”, fragte Samael, “kaum eine Macht könnte so etwas tun.”

Tanz der Masken – 2| Samael

Ja ihr lest richtig, Samael nicht Samuel. Hier der zweite Teil, viel Spaß.

Normale Menschen wären um diese Uhrzeit längst zu Hause. Sam jedoch, sitzt an seinem Schreibtisch in einem Großraumbüro hoch über der Stadt und arbeitet. Der Mond hat fast den höchsten Punkt seiner Bahn erreicht doch unermüdlich tippt er weiter. Das Programm muss heute noch fertig werden.
Das klappern der Tasten wird plötzlich von dem Klicken des elektronischen Türschlosses unterbrochen. Sam drehte sich um und sah seinen Kollegen wie er zwei große Becher Kaffee auf seinem Laptop zu ihm hinüber balancierte. “Ich wusste doch das du noch arbeitest”, er stelle einen der Becher vor ihm ab. “Eule”, antwortet Sam, “danke.”
Er prüfte ob der Kaffee noch heiß war und verbrannte sich dabei fast die Finger. “Ich glaub eher das du ein Vampir bist”, scherzte sein Kollege. “Da liegst du gar nicht so falsch”, antwortete Sam mit einem Lächeln. Mühsam stand er auf und streckte sich. “Was machst du noch so spät hier?”, fragte Sam, “du bist bestimmt nicht nur gekommen um mir einen Kaffee zu bringen.” “Ich habe auch noch Arbeit zu tun und konnte nicht schlafen”, er setzte sich an seinen Platz, fast auf der anderen Seite des Raumes. Sam lief im Büro auf und ab, setzte sich dann jedoch wieder und versank erneut in seiner Arbeit.
So saßen und tippten sie still vor sich hin. Ein plötzliches lautes Klopfen und Kratzen riss sie aus der Arbeit. Es kam deutlich vernehmbar von der anderen Seite der Sicherheitstür. “Du gehst nach schauen”, rief sein Kollege von der anderen Seite des Raumes. Widerwillig stand Sam auf, nahm seine Schlüsselkarte und ging hinaus. Der kurze Gang war menschenleer und dunkel. Durch das kleine Fenster in der Eingangstür viel Licht hinein in einem schmalen Streifen. Eine dunkle Silhouette eines Kopfes zeichnete sich dort ab. Vorsichtig kam Sam näher und schaute hinaus. Dort stand ein junger Mann in Anzug und mit einem Aktenkoffer in der Hand. Er war sehr dünn und wirkte schlaksig. Die Uhr an seinem Handgelenk war viel zu groß und ihr Band viel zu weit. Er machte auf Sam den Eindruck, das er diesen Aufzug nur trug im wichtig zu wirken und Eindruck zu schinden.
Sam betätigte den Knopf der Sprechanlage. “Kann ich ihnen helfen?”, fragte er höflich. “Ich bin vom Einkauf, ich arbeite auch spät nur hat sich mein PC verabschiedet und ich hab Licht bei ihnen gesehen. Könnten sie mir vielleicht helfen?”, fragte er sichtlich nervös und hielt seinen Betriebsausweis gegen die Scheibe.
Das Türschloss klickte in der Mann trat ein. “Nur Probleme mit der Technik”, schimpfte er. “Sie können von hier aus an einem PC arbeiten, wenn sie wollen”, schlug Sam vor, “morgen sehen wir uns dann ihren PC an.” “Wunderbar, vielen Dank”, antwortete der Mann, “Es wird auch nicht lange dauern.” Sein Kollege kam zur Tür und betrachtete die beiden Gestalten. Sam wollte gerade zu einer Erklärung ansetzen, da sah er aus den Augenwinkeln etwas auf blitzen. Der Mann hatte aus seinem Koffer einen Dolch gezogen. Er war aufwendig verziert und mit unheimlichen Symbolen beschrieben.
Sam wich der Klinge aus drehte sich herum und griff nach der Hand die den Dolch hielt. Er bekam sie zu packen und schleuderte den Mann herum und gegen eine Bürotür. Diese zerbrach unter der Wucht des Aufpralls. Regungslos stand sein Kollege da und betrachtet das Schauspiel. Blut überströmt sprang der Mann auf und sprang auf Sam zu. Dieser war nicht schnell genug und so traf ihn der Dolch am Hals.
Er spürte die Wut in sich hoch kochen. Er versuchte dagegen anzukämpfen doch war er zu schwach und die Gefahr zu groß.
Das Blut lief ihm aus der Wunde und tränkte sein t-Shirt. Tief schwarz war sein Blut, genauso wie seine Augen. Er hob den Mann mühelos mit einer Hand hoch, dieser immer noch benommen von seinem eigenen Angriff. Er entriss ihm den Dolch.
Mit letzter Kraft und nach Luft ringend presste der Mann hervor: “Samael”.
Ohne zu mit der Wimper zu zucken stieß ihm Sam den Dolch ins Auge. “Verschwinde!”, schrie Sam seinen Kollegen an., “los!”
Zögerlich lief er ins Büro zurück, gefolgt von Sam.
Dieser Griff seinen Rucksack und bevor sein Kollege noch irgendwas sagen konnte war er verschwunden.
Das sicherste für ihn und auch für seine Kollegen war es zu verschwinden und nie wieder zu kommen. Sie hatten ihn gefunden.
Eilig lief er aus dem Gebäude, seine Autoschlüssel war er weg. Er musste untertauchen, erneut.
Fast hatte er den Ausgang erreicht da trat ein Mann in seinen Weg. “Baal”, flüsterte Sam. Er saß in der Falle.

 

ich hoffe es hat euch gefallen,

bis zum nächsten Mal, man liest sich

euer FenriTheWolf

Tanz der Masken – 1|Maskenball

Ich habe mal wieder eine Kurzgeschichtenreihe angefangen. Ich werde versuchen mindestens einmal die Woche einen neuen Teil zu posten, vielleicht auch mehr.

Hier für euch der erste Teil:

1|Maskenball

Kleine Lampen flackerten auf den von großen Hecken gesäumten wegen und ließen unheimliche Schatten über den Boden tanzen. Lichterketten hingen über den zahllosen Wegen die das Labyrinth bildeten.
Lilith ging langsam entlang der Wege, bog zufällig mal links und mal rechts ab, ohne so recht zu wissen was sie tat. Manchmal begegnete ihr ein anderer Gast. Kurz tauschten sie Blicke durch ihre Masken hindurch, doch beeilte sie sich weiter zu gehen und es so zu vermeiden angesprochen zu werden. Sie fühlte sich unwohl, verfolgt und beobachtet, auch wenn sie hier nichts zu befürchten hatte.
Der Weg wurde breiter und mündete in einem kleinen Platz in dessen Mitte vier Bänke standen. Erschöpft lies sie sich auf einer der Bänke fallen. Da sie alleine war nahm sie für einen Moment die Maske ab. Es viel ihr schwer durch sie hindurch zu sehen, da sie getönte Gläser hatte um ihre Augen zu verbergen.
Hastig setzte sie ihre Maske wieder auf als sie Schritte hörte. Ein junger Mann betrat den kleinen Platz, blieb stehen und verneigte sich leicht. “Guten Abend”, sagte er freundlich, “darf ich mich setzen?” Lilith richtete ihre Maske und rutschte ein Stück zur Seite um Platz zu machen. “Ich heiße Thomas, darf ich auch deinen Namen erfahren?”, stellte er sich mit einer tiefen, beruhigenden Stimme vor. “Lil..Lilly”, stotterte sie. “Ein Name wie die Blume, doch kann ich kaum sagen was schöner ist”, Lilith verdrehte die Augen, so einen blöden Spruch hatte sie schon lange nicht mehr gehört.
“Doch das wahre Fenster in die Seele sind die Augen, darf ich deine sehen?”, fuhr Thomas fort. “Du zuerst”, antwortete Lilith mit einem Grinsen. “Gleichzeitig”, Thomas ergriff seine Maske. Lilith tat es ihm gleich. Beide hoben sie synchron ihre Masken.
Er erschrak, versuchte sich jedoch nichts anmerken zu lassen. “Ist was?”, fragte sie unschuldig. “Deine Augen”, stotterte er, “so etwas habe ich noch nie gesehen.”
Lilith sah ihn lange an. “Du würdest mir niemals glauben warum ich rote Augen habe, also werde ich es dir nicht erklären”, sie sprach leise und langsam und versuchte so verführerisch wie möglich zu klingen. “Wer bist du?”, keuchte Thomas atemlos. Lilith konnte Menschen mit ihrem Blick fesseln, nicht im übertragenen Sinne, sie konnte sie wirklich fesseln, sie lähmen.
“Ich will dir deinen Abend nicht verderben, daher rate ich dir mich in Ruhe zu lassen”, erklärte sie traurig, “ich bin alles und nichts, ich war schon immer und werde immer seien, kann nicht leben und kann nicht sterben, weder Himmel noch Hölle wollen mich. Verdammt und verflucht, gebunden in ewiger Nacht.”
Sie stand auf und ging davon. “Warte!”, rief ihr Thomas hinterher, doch war sie verschwunden.
Vollkommen verwirrt und sich nicht im Klaren was passiert war, vernahm er schnelle Schritte. Drei Männer stürzten aus einem der Wege hervor. “War hier eine Frau? Rote Augen?”, fuhr ihn einer der Männer an. “Ja, ja gerade war sie noch hier”, antwortete Thomas sichtlich verwirrt, “sie ist verschwunden, einfach so.”
Der Eingang des Labyrinths lag nur wenige Meter vom eigentlichen Club entfernt. Unbemerkt von allen war Lilith hier wieder aufgetaucht und lief nun schnellen Schrittes durch den Club. Elegant wich sie den vielen Menschen aus die tanzten und tranken. Um Haaresbreite war sie ihren Verfolgern entkommen.
Als hinter ihr die große Tür ins Schloss viel war es mit einem Mal still. Nur ganz dumpf hörte man noch die Musik. Lilith atmete durch und suchte die Umgebung ab. Erneut hörte sie schnelle Schritte und das klicken des Schlosses, doch bevor die Tür geöffnet wurde war sie verschwunden.

 

ich hoffe es hat euch gefallen, lasst mir doch ein Kommentar da!

bis zum nächsten Mal, man liest sich

euer FenriTheWolf

Weltuntergang!

Ihr hab schon richtig gelesen. Weltuntergang! (ohne Einleitung, geht auch)

Anscheinend wird nicht nur der dritte Weltkrieg auf twitter verkündet werden (siehe hierzu jeden tweet von Donald „agent orange“ Trump), sondern auch der Weltuntergang verkündet.

Eine kurze Zusammenfassung (Anmerkung: Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da ich heute am Tag des Weltuntergangs erst davon gehört habe, sorry)

Alles beginnt mit dem bis heute kaum aufgeklärten Absturz der Malaysia Air MH370. Eine veröffentlichte Voicemail auf twitter lässt vermuten das Aliens die Maschine abgeschossen haben (oder betrunken in sie hinein geflogen, was mir diese Aliens schon wieder ein Stück weit sympatisch macht.
Angeblich enthielt diese Nachricht dann auch Hinweise das die Aliens (ob es sich um klassische Grey Aliens oder doch eher die von H.R. Giger erfunden handelt ist nicht klar) heute irgendwann landen wollen. Wie sich das mit der Datumsgrenze etc. verhält ist nicht geklärt. Ich gehe jedoch davon aus dass sie sich an die allgemein Gültige UTC halten werden. Auch sollten wir den Luftraum frei halten, was in Anbetracht der Tatsache das sie auf einem sehr leeren Ozean, aus dem Weltall kommend, genau ein Flugzeug treffen gar keine so dumme Idee ist.

Und dann? Werden sie in Berlin vor dem Reichstag oder in Washington vor dem weißen Haus landen, die Luke aufknallen und rufen: „Bin da! Wer noch?“

Mal die Abwegigkeit des Szenarios außen vor gelassen, aber so oder so ähnlich könnte es laufen. Wenn denn mögliche Außerirdische beabsichtigen mit uns friedlich in Kontakt zu treten. Sie würden uns beobachten, versuchen uns zu kontaktieren und wenn das alles nicht klappt vielleicht wirklich einfach landen.

Nur über Absichten von Außerirdischen zu spekulieren ist so sinnvoll wie die Anwendbarkeit und Beweisbarkeit der String-Theorie mit seinem Haustier zu diskutieren. Auch wenn es immer bestimmte Gründe gibt was eine Rasse oder Gruppe zu bestimmten Taten antreibt, so erfordert das voraus sagen dieser doch zu mindestens eine gewisse Ähnlichkeit der Denkvorgänge und Umgebung. Jedoch dürfte das bei Außerirdischen extrem schwer wenn nicht unmöglich werden.

Natürlich könnten sie darauf aus seien andere Rassen zu finden, einen Beweis dafür das sie nicht alleine sind. Oder sie suchen neue Handelspartner, vielleicht sogar neue Technologie. Denn das sie Millionen Kilometer durchs All reisen können bedeutet noch lange nicht, dass sie alles gelernt haben was wir wissen. Die weitaus düsterere Möglichkeit ist das sie nach Ressourcen oder einer neuen Heimat suchen und wir ihnen nur lästig im Weg sind. Kümmert uns das Schicksal einer Ameise?

Natürlich können wir uns überlegen wie wir darauf reagieren, wie wir auf sie zugehen und wie wir uns Verteidigen. Doch ist das so unmöglich zu planen, das wir immer von einer anderen Partei ausgehen müssen die uns sehr ähnlich ist.

Es bleibt also nichts übrig als zu warten, ob sie denn heute landen. Oder jemals. Anzeichen gab es schon einige, doch keines hat sich bisher als belastbar heraus gestellt.

Vielleicht legt ihr euch auch einfach mal ein paar Kekse und Kuchen zurecht. Wenn sie zufällig bei euch im Garten landen, kann das helfen einen guten Eindruck zu machen, wenn sie sich denn schon ankündigen… über twitter.

bis zum nächsten Mal

man liest sich, euer FenriTheWolf

die Kornmutter

Lang lang ist’s her und ich bin ehrlich: Ich hatte einfach keine Ideen. Aktuell arbeite ich an einer längeren Kurzgeschichte, einem Bild und noch ein paar anderen Dingen. Deswegen hier mal eine kleine Kurzgeschichte für zwischen durch.

Schon hoch am Himmel steht die Spätsommersonne und brennt hinunter auf das fast kahle Feld. Bis auf wenige Reihen war das Korn geschnitten und bereits in den Speicher verbracht. Die Erntehelfer begannen nach altem Brauch die letzten Gaben zu einer großen Figur zu schichten. Beeilen mussten sie sich den zur Mittagszeit sollte niemand auf dem Feld stehen. In der Mittagsstunde von zwölf bis um eins gehört das Feld der Kornmutter. Einer Mittagsfrau deren Heimat die Ähren sind und wenn man das Korn bis auf das Letzte schlägt und nichts für sie zurück lässt so holt man sie sich ins Haus. Als Rache das man ihre Kinder genommen hat, tauscht sie das eigene durch einen Wechselbalg.
So denn man zur Mittagsstunde noch arbeitet, kommt sie und prüft einen auf das Wissen um ihr Getreide. Ist man es nicht würdig zu ihrer Stunde auf dem Feld zu stehen, so mäht so einen mit einer Sichel nieder.
Der dessen Blut auf dem Acker vergossen wird, so sagt man, verliert seine Seele an sie und fristet sein ewiges Dasein als Korngeist.
In vielen Gestalten wandelt sie umher, oftmals geht die Kornmutter nur als Windhauch durch das Feld. Jedoch zur Mittagsstunde kann sie die Gestalt einer leichenblassen Frau, gehüllt in ein weißes Trauerkleid annehmen. Ihre Beine durch zahllose, zerrissene Tücher verborgen schwebt sie über das Feld. Mit leeren Augen und eingefallenem Gesicht.

Gerade nun als die Helfer zu Mittag das Feld verlassen wollten kam ihnen der Bauer entgegen. “Hey, da!”, rief er, “ihr seit fast fertig, ich bitte euch, schichtet die letzten Ähren auf den Wagen und bringt sie zum Hof.” Zögerlich antwortete einer der Helfer. “Mein Herr, wir sind fertig das Korn einzufahren. Nach der Mittagstunde schichten wir das Letzte noch auf als Gabe an die Kornmutter.”
“Was ein kindlicher, alberner Aberglaube!”, entgegnete der Bauer wütend, “um wertvolles Korn beraubt ihr mich damit!”
“Mein Herr”, einer der Helfer trat vor, “seit Generationen haben wir es so gemacht und es hat uns immer Glück und eine gute Ernte beschert. Wir sollten sie nicht verärgern.” “Das ist mein Feld!”, rief der Bauer wütend, “und ich werde mir von keinem Sagenwesen mein Korn stehlen lassen. Jeder der jetzt gehen möchte kann das tun, verzichtet aber damit auf seinen Lohn für den heutigen Tag und braucht sich nicht wieder hier blicken lassen.!”
Einige schüttelten verständnislos den Kopf und verließen das Feld. Doch der Großteil blieb. Eine alte Sage war nicht genug für sie um auf einen Tageslohn zu verzichten. Mit strengen Blick überwachte der Bauer die Arbeit. Vorsichtig, als ob sie Angst hätten es zu verletzen schnitten sie das letzte Korn nieder und begannen es zu bündeln. Die Bündel legten sie zunächst auf den schon zuvor aufgeschichteten Haufen, diesen begannen sie dann auf den Wagen zu schichten.
Ein leichter Wind trug das Leuten der Glocken hinüber. Zwölf Uhr, Mittag. Kurz hielten die Arbeiter inne, doch nichts geschah. Auch der Bauer blickte sich nervös um. Gerade als einer der Helfer die letzte Korngabe auf den Haufen legte und die anderen den Wagen herbei zogen, kam ein mächtiger Wind auf der die trockene Erde auf wirbelte. Auch wenn die Sonne nach wie vor vom Himmel brannte, wurde es plötzlich kalt. Ängstlich wichen die Arbeiter zurück von dem großen Haufen, denn von ihm ging ein seltsames, unnatürliches Geräusch, gleich einem leisen flüstern aus. Nur einer trat näher. Augenblicklich explodierten die Gaben in alle Richtungen und eine knochige, totenbleiche Hand ergriff den Arbeiter. Die andere führte eine monströse, rostige Sichel mit der sie ihm den Kopf ab schlug. Der Wind der mit dieser Erscheinung kam lies das Korn um sie herum fliegen und hüllte sie in einen Wirbelsturm aus Ähren.
Hals über Kopf liefen die Arbeiter schreiend davon, doch entkamen sie der Kornmutter nicht. Sie setzte den Nächsten nach und rammte ihm ihre Sichel in den Rücken, worauf hin er schreiend zu Boden ging. Die wenigen die den Rand des Feldes erreichten, trugen zahlreiche Schnittwunden von dem herum fliegenden Korn. Nur der Bauer stand wie angewurzelt da und betrachtete das grauenhafte Schauspiel.
Einer der Arbeiter rannte auf ihn zu, das Gesicht zerschnitten und schrie ihn an: “Das kommt davon alte Bräuche zu missachten! Ihr werdet zahlen!”
Doch erreichte er ihn nicht mehr. Die Kornmutter trennte ihn in der Mitte mit ihrer Sichel durch. Das Blut spritzte auf den den Bauern und sprenkelte sein Gesicht.
“Erweist euch als würdig und euch sei das Feld für immer”, sprach sie zu ihm. Ihre Stimme klang merkwürdig hohl, metallisch und heißer. Der Wind um sie herum legte sich ein wenig. “Zu welcher Zeit solltet ihr ernten und zu welcher Zeit sollte das Korn stehen gelassen werden”, fragte sie. “Ich muss euch keine Rechenschaft ablegen!”, rief der Bauer wütend, “dies Feld ist mein und ich befehle euch es zu verlassen! Hinfort ihr teuflisch Monster!”
“Dann zahlt mit Blut für euer Feld”, rief sie und erneut brauste der Wind auf, “das Korn soll euch zu Asche brennen, genau so wie alles was ihr besitzt.”
Die Ähren die der unnatürliche Wirbelwind trug gingen in Flammen auf und hüllten das Feld in einen Feuersturm. Erneut fuhr die Sichel nieder, trennte jedoch dem Bauer nur seinen Unterarm ab. Er sah seine Gelegenheit und flüchtete, blind vor Schmerz zu seinem Hof zurück. Verfolgt von dieser Ausgeburt der Hölle rannte er den Weg entlang, stolperte immer wieder und taumelte. Notdürftig versuchte er mit seinem Gewand den blutigen Stumpf abzudecken und das Blut welches in Strömen floss zu stoppen. Doch egal wie schnell er rannte, er konnte dem Feuersturm nicht entkommen.
Vor dem Kornspeicher erreichte sie ihn. Die Mittagsfrau schleuderte brennende Ähren nach ihm und steckte sein Gewand in Brand. Aufgescheucht von seinen Schreien rannte seine Bediensteten aus dem Haus und wurden so Zeuge wie ihr Herr im Sturm seines eigenen brennenden Korns starb. Doch viel mehr als das versetzte sie der Anblick der Kornmutter in Angst und Schrecken. Ihr weißes, geisterhaftes Gewand war getränkt von rotem Blut und tropfte von ihrer Sichel. Für einen Moment fixierten ihre leeren Augen die Bediensteten, dann wandte sie sich jedoch ab. Der Feuersturm folgte ihr und verging langsam, so wie auch die Kornmutter verschwand.
In Panik versuchten die übrig gebliebenen den ebenfalls brennenden Kornspeicher zu löschen, doch ohne Erfolg. Egal wie viel Wasser sie holte und in das Feuer löschen, es wollte nicht erlöschen.
Erst als die Kirchenuhr 13 Uhr schlug, lösten sich auch die Flammen langsam auf und hinterließen nichts außer einen Haufen Asche aus welchem nicht mehr zu erkennen war was vom Bauern und was von seinem Korn war.
Egal wie sehr sie sich bemühten, nie mehr würde auf dem Feld etwas wachsen wollen, es war unwiderruflich unfruchtbar geworden.

 

bis zum nächsten Mal, man liest sich
euer FenriTheWolf

vom Schicksal und dem Leben

„Es war Schicksal“, wie oft fällt dieser Satz. Und nicht nur in schlechten Momenten. Oft glauben wir wenn etwas außergewöhnliches passiert das es Schicksal ist. Oder eben auch wenn nichts passiert. Es ist Schicksal, vorher bestimmt und außerhalb des persönlichen Einflussbereiches.

Genauso gehen wir davon aus das jede Begabung von einer höheren Macht gegeben worden ist. Das dahinter viel Übung, Schweiß und Tränen steckt sehen die meisten nicht. Man hat Talent und ein anderer könnte das nicht erreichen, egal was er tut.

Was viele nicht erkennen, dieses Abwälzen auf Schicksal oder eine von Geburt gegebene Begabung ist eine Beleidigung. Das klingt jetzt wahrscheinlich hart, aber wenn man alles auf das Schicksal abwälzt, nimmt man damit dem Menschen die einzige und zugleich größte Freiheit die wir haben: Die Selbstbestimmung über unsere Taten und Gedanken. Wenn jemand ein begnadeter Autor wird, ein Künstler oder ein Musiker. Er neue Dinge erfindet, viele Menschenleben rettet oder einfach seinen Job mit Hingabe und Freude erledigt, dann nicht weil er dazu bestimmt war, sondern weil es sein Wunsch, sein Wille war. Nichts auf der Welt bestimmt über uns, sagt uns was wir können und was nicht. Das Einzige was das bestimmt sind wir selbst, wir können alles erreichen, nur muss sich jeder bewusst seien das nichts von alleine kommt. Jeder der behauptet einfach ein natürliches, gegebenes Talent für etwas zu haben, versteckt nur was für harte Arbeit dahinter steckt. Doch wenn wir etwas wirklich erreichen wollen, merken wir oft genug nicht wir hart die Arbeit war oder überhaupt das es Arbeit war.

Viel zu sehr stürzen wir uns heute auf Bildung und Wissen. Jedes dritte Elternpaar glaubt ihr Kind sei hochbegabt und was ganz besonderes. Hochbegabt sind wir alle, schon von klein auf, nur verlernen wir es zu nutzen. Wir verwechseln Wissen und Bildung mit Intelligenz. Alles was wir lernen ist Wissen. Doch lernen wir nur auswendig, wir häufen, wie ein Messi, Berge von Informationen an und speichern sie ab. Alles nur um sie auf Zuruf auf ein Blatt Papier zu kotzen. Das was wir wirklich lernen müssen ist Intelligenz. Die Fähigkeit das Wissen was wir haben anzuwenden und weiter zu denken. Wir glauben das gute Noten ein Zeichen für Intelligenz sind, doch alles was sie zeigen ist, wie schnell man theoretische Situationen die meistens sehr eintönig sind bearbeiten kann und wie gut wir darin sind Dinge auswendig zu lernen. Es kommt nicht auf den Abschluss an, sondern auf den Menschen. Wie gut er darin ist zu denken, neues zu lernen, weiter zu denken.

Die Behauptung es gäbe sowas wie Schicksal entsteht aus Angst vor der eigenen Verantwortung, davor denken zu müssen, selbst zu lernen. Nicht aus Büchern auswendig lernen, sondern durch neue Aufgaben. Man braucht keinen Abschluss in Mathematik, Informatik oder sonst was um Probleme zu lösen. Der wichtigste Schritt den man machen muss, ist das Problem zu erkennen und sich zu überlegen welche Schritte man tun muss und welche Lücken man Füllen muss und diese abzuarbeiten.

In vielen Menschen steckt so viel Potenzial und doch verschwenden sie es in einem stumpfen Job. Still und heimlich im Privaten schreiben sie, zeichnen sie, denken sie. Sie könnten die Welt verändern und doch trotten sie jeden Tag zur Arbeit und jeden Abend nach Hause und ihre größte Erfüllung in ihrem Leben ist es, sich ein paar Wochen Urlaub in einem Touristen-Bunker leisten zu können, eine kleine Wohnung und ein Auto. Ihre Gedanken betäuben sie mit der Dauerbeschallung durch das Fernsehen, der immer gleichen, stumpfen Serien und Filme. Sie misstrauen allem was aus ihrem heilen Weltbild heraus fällt. Und Leute mit Visionen sind für sie krank, Träumer, Spinner. Es ist nicht ihre Bestimmung Großes zu tun.

Und nun kommt der Wermutstropfen an dem Ganzen. Es ist anstrengend. Auch wenn man das tut was man will und sich eigentlich glücklich fühlen sollte, plagen einen Selbstzweifel und ständige Rückschläge werfen einen schnell aus der Bahn. Ich weiß das aus Erfahrung. Man endet zuhause, in diesen verhassten vier Wänden und träumt von dem was man alles erreichen könnte, macht Pläne und verwirft sie doch wieder. Nachts liegt man wach und träumt man von fernen Ländern, von anderen Welten oder nur von dem Außergewöhnlichem im Alltag. Man schreibt Gedanken, Gedichte, Geschichten, man zeichnet Bilder, Träume, Wünsche, man versucht die Welt zu verbessern, überlegt sich Lösungen und bastelt in Gedanken Neues. Doch alles nur im Traum, man schläft ein und mit der Morgensonne ist alles wieder vergangen.

Ist es vielleicht doch Schicksal? Nicht bestimmt durch die höhere, nicht greifbare Macht, sondern durch das Gefängnis in unserem eigenen Kopf? Eine Mauer die von klein an, langsam Jahr für Jahr und Stein für Stein errichtet wurde?

Warum ist es so schwer glücklich zu sein? Warum sind die meisten die glücklich sind die, die von alle dem nichts wissen wollen? Für die die brennende Mülltonne die unsere Welt darstellt nichts weiter ist als die täglichen Nachrichten, eine Realität die so schrecklich ist, das kein Film sie zeigen könnte. Warum greifen nicht mehr nach den Sternen? Was hat den unaufhörlichen Drang in ihnen neues zu entdecken, zu lernen und zu tun zerstört?

Tut das was ihr wollt, das ist euer Schicksal, kümmert euch nicht um Geld, darum alt zu werden, kümmert euch darum glücklich zu werden und nie einen Wunsch offen zu lassen. Lasst euch nicht unter kriegen von all den Rückschlägen, den Zweiflern und den Pessimisten. Seit kein Optimist, seit ein Realist. Nicht alles ist gut, doch es liegt in euer Hand es zu ändern. Seit freundlich. Jeder hat es verdient mit Respekt und würde behandelt zu werden, er muss sich das nicht verdienen, doch kann er den Anspruch darauf sehr wohl verlieren. Kein Mensch ist von Grund auf Böse oder Gut, er ist erstmal nur ein Mensch. Eine Leinwand, die er im Laufe seines Lebens selbst füllt. Vermeidet, das man euch oder euren Kindern, Freunden, Verwandten, wem auch immer in ihr Kunstwerk malt.

euer FenriTheWolf

“Liebling schenk mir ein Foto”–wie wichtig ist ein Profilfoto?

Zunächst einmal ein paar grundlegende Sachen. Wer glaub er würde im Folgenden bestätigt werden, dass es eben doch auf das Aussehen ankommt, der kann jetzt gleich wieder aufhören zu lesen. Es geht hier nicht um das Motiv des Fotos, also wer darauf abgebildet ist, sondern den Inhalt, die Botschaft dahinter, wie der- oder diejenige darauf zu sehen ist.

Ich lehne mich damit weit aus dem Fenster und möchte klar stellen: Ich bin kein Experte, kein Psychologe oder Sozialwissenschaftler und alles was ich hier schreibe stammt aus persönlicher Meinung und Erfahrung. Ich glaube das einem das Profilbild und auch die weiteren Bilder einer Person, sei es auf Facebook, Instagram, Lovoo etc., einem schon verraten können ob man mit dieser Person auskommen kann, ob sie ein Freund werden könnte. Und das hat viel damit zu tun, wie diese Person Bilder von sich macht.

Beispiele:

  1. Wenn eine Person sich oft von unten fotografiert, dabei muss es gar nicht aus der Froschperspektive seien, dann versucht sie damit größer und bedrohlicher zu wirken. Das tut sie jedoch meistens dann, wenn sie Probleme mit der Selbstdarstellung hat und zwanghaft beweisen wie das sie das auch wirklich ist. Blick sie dabei dann noch auf die Kamera herunter, so tut sie das meistens auch im wirklichen Leben mit anderen Menschen. Sie sieht sich als größer als alle anderen an. Häufig ein Anzeichen von Egoisten.
  2. Fotos von oben, bewirken das Gegenteil, man wirkt kleiner. Hierbei kommt es auf den Winkel an, leicht von oben fotografiert und nicht ganz frontal, haben meistens nur den Sinn die Person kleiner wirken zu lassen. Hier kommt es stark auf das Auftreten an. Meistens wird es von “Instagram-Girls” (tut mir wahnsinnig leid das ich diesen Ausdruck benutze aber ihr wisst was gemeint ist und es müssen nicht nur Girls seien, geht auch mit Boys) benutzt um sich unschuldiger und niedlich wirken zu lassen.
  3. Ist die Person nur schlecht zu erkennen (ich rede hier nicht von Partyfotos die volltrunken entstanden sind) versucht sie meistens was zu verbergen. Hier darf man jedoch nicht zu düster denken. Meistens sind solche Fotos sehr stark gekünstelt, mit tiefen Schatten und hohem Kontrast. Die Person will sich nicht offen zeigen und verbirgt sich hinter Kunstfotografien. Wird zum Beispiel bei den Fotos auf die Drittel-Regel geachtet und sind sie nach bearbeitet was Belichtung und so angeht, ist die Person sehr darauf bedacht welches Bild sie nach außen trägt. Ist sie Mittelpunkt dieser Fotografien, zeugt das meistens dennoch von Selbstsicherheit, wenn auch sie selbst bestimmen will was und wie viel andere von ihr wissen. Ist sie nur Teil eines größeren Bildes so hat sie eventuell Probleme mit ihrem Aussehen oder möchte sich einfach nicht gerne in den Mittelpunkt stellen.
  4. Die Psychopaten-Kategorie. Der Dutch Angle. Dieser ist jedoch schwer zu erkennen, denn dass das Bild gekippt ist reicht nicht. Die Bildkanten müssen sichtbar gegen die Horizontale im Bild gekippt seien. Viele Selfies sind schräg aufgenommen, sind aber trotzdem kein Dutch Angle. Ein guter Referenzpunkt hierfür ist die Achse der beiden Augen. Im Film wird er benutzt um Unbehagen bei den Zuschauern hervor zu rufen, er soll zeigen das irgendetwas gerade so ganz und gar nicht stimmt. Wer dieses Stilmittel oft in Fotos einsetzt, will genau das bei den Betrachtern erreichen. Sie sollen sich unwohl fühlen, Angst bekommen. Aber Achtung: Dieser Effekt ist äußerst selten und man sollte genau wissen was ein Dutch Angle ist und was einfach nur ein schräg aufgenommener Selfie. Als Beispiele für den Einsatz eines Dutch Angles könnt ihr euch mal Filme wie “der dritte Mann”, “Im Zeichen des Bösen” oder auch einige von Kubricks Werken anschauen.
  5. “Achtung, Achtung. Seht alle her wie toll ich bin!”, was fällt euch bei diesem Satz sofort ein? Ein Jugendlicher oder junger Erwachsener der alle paar Tage ein neues Foto von sich vor einem großen Benz oder BMW postet und alle an seinem Lifestyle teil haben lässt. Das es relativ egal ist ob das seiner ist oder er ihn zufällig auf der Straße gesehen hat da er so oder so sich zum Affen macht, ist ihm nicht wirklich bewusst. Hierbei sollte man jedoch darauf achten ob solche Bilder häufiger kommen, denn ein Bild vor oder in einem teuren Auto kann auch nur ein festgehaltener, besonderer Moment sein.
  6. Der “Ich mache keine Fotos von mir”-Typ. Diesem Typen ist die Selbstdarstellung über Profilfotos nicht wichtig und daher benutzt er relativ alte Fotos die meistens von diversen Ausflügen oder Urlauben stammen, während denen man nun mal Fotos macht. Auch dieser Typ kann auch mit Punkt 5 vermischt oder verwechselt werden, denn Urlaubsfotos können genauso zur Selbstdarstellung genutzt werden. Ein guter Anhaltspunkt ist, das Alter der Fotos. Nummer 5 könnte es nicht aushalten, alle paar Monate mal ein Foto zu posten.
  7. Der Typ, der ein uraltes Foto von sich unter tausenden Dingen, Aussichten, Autos etc. verbirgt. Er möchte Dinge mit der Welt teilen, Dinge die er erlebt hat, gemacht hat oder gesehen hat. Er möchte das die Leute sich deswegen für ihn interessieren, dafür was er tut, nicht wie er aussieht. Auch hier kann es Überschneidungen geben mit Nummer 5. Hier muss man dann die Absicht hinter dem Bild sehen.

So das waren meine Ideen zu den Bedeutungen hinter den verschiedenen Arten von Fotos. Stimmt ihr mir in einigen Punkten zu? Oder in allen? Oder vielleicht auch in gar keinem? Lasst es mich wissen!

Vielleicht hab ihr auch noch selbst Ideen, über bestimmte Typen von Bildern und deren Bedeutung. Ich würde mich sehr darüber freuen.

bis zum nächsten Mal, man liest sich

euer FenriTheWolf

 

 

Titelbild  by Jamie Street on Unsplash

 

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